Anbaugebiete

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Vietnam
Die vietnamesische Caféindustrie hat sich rasant entwickelt. Mittlerweile ist Vietnam der zweitgrößte Caféproduzent der Welt. Im Jahr werden ca. 10% Arabica-Bohnen und ca. 90% Robusta-Bohnen geerntet. Exportiert werden jährlich ca. 95% der gesamten Ernte. Die restlichen 5% werden von den Vietnamesen selbst konsumiert.

Brasilien
Brasilien ist der größte Caféproduzent der Welt. Angebaut wird der Café in 17 von 26 brasilianischen Gliedstaaten, wobei allein 4 Staaten 98%  des Gesamtertrages produzieren. Auf dem internationalen Cafémarkt sind vorwiegend Robusta-Bohnen in Standardqualität erhältlich, aber auch Arabica-Bohnen in guter Qualität. Dieser meistens gewaschene und sonnengetrocknete Café wird in "Brazils" und "Milds" sowie "Other Arabics" eingeteilt. Auf Grund des hohen Koffeingehaltes und des geringeren Säureanteils, wird der brasilianische Café insbesondere in Europa sehr geschätzt.

Guatemala
Man sagt, dass der Café aus Guatemala einer der besten ist. Vor allem der würzige Geschmack, viel Körper und der Reichtum an Aromen zeichnen diesen fabelhaften Café aus. Heute wird der Café hauptsächlich im Süden des Landes angebaut, da es dort sehr fruchtbare Böden gibt.

Indien
Das "Monsooning" macht den indischen Café zu etwas Besonderem.
Damals, als die Bohnen noch mit dem Schiff nach Europa transportiert wurden, waren diese bei der langen Überfahrt dem stetig feuchten Wetter ausgesetzt. Durch die andauernd hohe Luftfeuchtigkeit veränderten die Bohnen ihren Geschmack und die Farbe. Nach der Ankunft in Europa besaßen sie eine arteigene Gelbfärbung. Die Kunden hatten sich an den besonderen Geschmack gewöhnt und heute wird das seinerzeit unvermeidbare „Monsooning“ gezielt eingesetzt. Die Bohnen werden während der Regenzeit, dem Monsoon, in Lagerhäusern ohne Dächer gelagert, um sie dem Wetter auszusetzen und so die Überfahrt zu simulieren, um den typischen Geschmack zu erzielen.

Afrika
Afrika produziert ca. ein Sechstel des Cafévolumens weltweit. In den ostafrikanischen Ländern wie Äthiopien, Burundi oder auch Tansania werden hauptsächlich Arabica-Bohnen angepflanzt. Während im Westen von Afrika, an der Elfenbeinküste, in Kamerun und São Tomé e Príncipe überwiegend Robusta-Bohnen angebaut werden. Beide Sorten, also Arabica und Robusta, sind auch in der Mitte Afrikas zu finden.

Äthiopien
Äthopien bringt die wichtigste und edelste Sorte unter den Café-Arten hervor. Café Arabica nennen die Biologen jenes Gewächs mit den silbrig glänzenden, ovalen Blättern, das bis zu acht Meter hoch werden kann und im Februar nach Jasmin duftende Blüten trägt. Die Pflanze stammt, anders als ihr Name glauben macht, nicht aus dem arabischen Raum, sondern einzig und allein aus den Regenwäldern im südwestlichen Hochland Äthiopiens. Hier hat der wilde Café Arabica sein letztes Refugium.

Der unvergleichliche Geschmack... Weil Wild-Café, anders als Hochleistungszüchtungen, nur geringe Erträge abwirft, sammelt sich in den Bohnen ein Aroma, welches Plantagensorten nie erreichen können.

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